Welchen Hut hab’ ich auf?
Die Rollen von Forscherinnen und Forschern in der Gesellschaft reflektieren
Die Erwartungen darüber, welche Funktionen die Wissenschaft in der Gesellschaft haben soll, gehen auseinander und werden teils hitzig debattiert. Es ist wichtig, dass sich Forschende bewusst sind, an welchen gesellschaftlichen Zielen sich ihre Arbeit ausrichtet und welche Rollen sie dabei einnehmen. So können sie diese aktiv ausüben, mit Erwartungen umgehen und ihren Verantwortungsbereich abstecken. Rollendiversität macht die wissenschaftliche Arbeit potenziell wirksamer.
Die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen wie der Klimawandel oder der Biodiversitätsverlust machen es notwendig, dass die Wissenschaft enger mit der Gesellschaft und insbesondere mit der Politik zusammenarbeitet. Dies erfordert neue Formen der Kollaboration und des Dialogs. Forschende nehmen dabei vermehrt weitere Rollen ein als nur jene der reinen Wissenschaftlerin, des reinen Wissenschaftlers – dies nicht immer bewusst und freiwillig.
Dieser Text zeigt Forschenden Ansätze zur Reflexion und Diskussion über die Rollen auf, die sie im gesellschaftlichen Kontext innehaben können. Er basiert auf dem Leitfaden Roles of Scientists in Sustainability Transformations: A Guide for Reflection and Workshop Facilitation der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz. Mehr Klarheit und ein bewussteres Rollenverständnis stärken die wissenschaftliche Arbeit und den Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung.
CC BY-NC-ND
Autor:innen Dr. Gabriela Wülser, Marcel Falk, Andres Jordi, Dr. Filippo Lechthaler, Christian Preiswerk
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